Unsere Geschichte

Die aktive Feuerwehr

 

Haus und Hof vor Feuer schützen, war immer Aufgabe der Männer eines Dorfes. Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein waren sie von Gesetz wegen dazu verpflichtet. Diese Pflicht fiel in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts weg, doch das Problem, bei einem Brand schnell und organisiert helfen zu können, mußte weiterhin gelöst werden.

So gründeten die Dorfgemeinschaften überall im Deutschen Reich die sogenannten Freiwilligen Feuerwehren. In Obermühlhausen schlossen sich Männer aus Obermühlhausen, Ober- und Unterbeuern, dem Schlöglhof und der Hungermühle am 19. März 1875 zur Freiwilligen Feuerwehr Obermühlhausen zusammen.

Die Feuerwehr wurde in den 135 Jahren ihres Bestehens zu 18 größeren Bränden im Ort gerufen. Im Zweiten Weltkrieg zog man nach Luftangriffen auf München auch die Feuerwehrmänner heran: Eine zehn Mann starke Feuerwehrgruppe aus Obermühlhausen wurde samt Traktor und Spritze nach München beordert und mußte in München Häuser löschen helfen.

Zur technischen Ausstattung zählte 1875 eine von Hand betriebene Feuerwehrspritze, die vermutlich um 1853 von der Gemeinde angeschafft worden war. Im Oktober 1875 wurde eine neue Feuerspritze in Betrieb genommen, die bis zum Jahre 1940 in Gebrauch war. Sie wurde von einer Metz-Tragkraftspritze abgelöst, die den Feuerwehrmännern die Arbeit erhebliche erleichterte, denn nun mußten sie das Löschwasser nicht mehr mit Muskelkraft zur Brandstelle befördern. 1960 wurde der Zeit entsprechend eine leistungsfähigere Tragkraftspritze der Firma Magirus gekauft; diese Pumpe tat ihre Dienste bis 1994 bei der Obermühlhausener Feuerwehr. Seit 1994 arbeitet die Obermühlhausener Feuerwehr mit der Löschpumpe des neuen Feuerwehrfahrzeuges.

Seit einigen Jahrzehnten sind immer mehr Werkstoffe in Gebrauch, die bei einem Brand erhebliche Probleme bereiten: sie entwickeln Gase, die Bewohner, aber auch Brandbekämpfer ernsthaft gefährden. Um dieses Risiko gering zu halten, rüsten sich die Freiwilligen Feuerwehren zunehmend mit Atemschutzgeräten aus. 1994 schaffte sich die FFW Obermühlhausen vier komplette Atemschutzausrüstungen an, die im ebenfalls neuen Feuerwehrfahrzeug untergebracht wurden. Für die Bewilligung des neuen Tragkraftspritzenfahrzeuges (TSF) mußte das alte Feuerwehrgerätehaus vergrößert und renoviert werden. Innerhalb eines Jahres hatten die Obermühlhausener Feuerwehrmänner ihr Gerätehaus fertiggestellt. 1200 freiwillige Arbeitsstunden stecken in dem Umbau. Nun wurde Platz für das neue Fahrzeug, eine kleine Werkbank und Toiletten.


Der Feuerwehrverein


Den Feuerwehrverein Obermühlhausen gründeten die Aktiven am 11. Dezember 1991. Damit werden die Aufgaben, die bislang von einigen wenigen, allen voran dem Kommandanten der FFW, wahrgenommen wurden, auf mehrere Schultern verteilt. Der Verein kümmert sich nun seitdem um den gesellschaftlichen Teil der Arbeit der FFW Obermühlhausen. Vorstände und Helfer organisieren ihren Anteil an den Dorffesten, Faschingsbällen und Christbaumversteigerungen oder Maibaumfesten. Während des Jahres sorgen sie dafär, dass die FFW mit einer Fahnenabordnung bei Festen befreundeter Vereine, aber auch bei Hochzeiten und Beerdigungen von Kameraden im Dorf vertreten ist. Der Verein umfasst heute 48 aktive und 66 passive Mitglieder. Mehrer verdiente Feuerwehrmänner sind inzwischen geehrt worden.


 

Die ersten Aktiven

Vorstand
Jakob Lautenbacher
Müller und Bürgermeister
Hauptmann
Karl Sax
Schmiedemeister
Adjudant
August Brandstetter
Lehrer
Kassier
Theodor Müller
Müller
Zeugwart
Ambros Stedele
Gürtler
Zugführer
der Steiger
Johann Berghofer
Schuhmachersohn
Zugführer
der Rettungsgruppe
Leonhard Giggenbach
Bauerssohn
Zugführer
der Spritzengruppe
Johann Happach
Bauer

 

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